NICOLAS CHRISTOU     BELGISCHER  BARITON-BASS (1943)

 

NICOLAS CHRISTOU BELGISCHER BARITON – BASS (1943 - ) Nicolas Christou studiert bei Frédéric Anspach in Brüssel Gesang. Er hat unter anderem das große Glück, Rat und Unterstützung von einigen herausragenden Künstlern des 20. Jahrhunderts zu erhalten: von den Herren Hans Hotter, Geore London, Ludwig Weber, Ramon Vinay, Frau Germaine Lubin und Herrn Professor Clemens Kaiser-Breme, Vocalcoach in Bayreuth.

Im Jahre 1964 wird der im Alter von 21 Jahren von Maurice Huismann an das Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel geholt, wo ihm schon bald Rollen wie Figaro, Colline, Basilio, Leporello, Ramphis und Don Giovanni anvertraut werden. 1971 übernimmt er mit 28 Jahren die Hauptrolle des Boris Godunov in russischer Sprache unter der Regie von Herbert Graf und unter der musikalischen Leitung von André Vandernoot, eine Paraderolle, die er in der Folgezeit regelmäßig auch in französischer und deutscher Srpache und in vier verschiedenene Fassungen singen wird. Auf der Bühne der Nationaloper folgen die Rollen Golaud, Philipp II, Falstaff, Jochanaan, Gunther und Wotan und die während 18 Spielzeiten.

Darüber hinaus singt er in den Großstädten Europas: Paris, Madrid, Rom, Parma, Amsterdam, Genf, Berlin, Kopenhagen, Zagreb, Warschau, beim Festival Aix-en-Provence, Lyon, Nizza, Straßburg, etc. Und nicht zu vergessen die Opéra Royal de Wallonie, wo er im Laufe mehrerer Spielzeiten Rollen wie Boris, Mefisto, Blaubart (Bartok), den Vater der „Louise“, Le Père Grandier (Les Diables de Loudun) und Dr. Schön (Lulu) übernimmt.

Ab den 1970er Jahren profiliert er sich in den großen Rollen des deutschen Repertoires in der Schweiz und in Deutschland: (Berlin, Bern, Basel, Bremen, Frankfurt, Hannover, Düsseldorf, Karlsruhe, Wiesbaden, Essen, u.a.

Sein Repertoire, welches sich von Monteverdi, Rameau und Gluck über Mozart, Verdi, Wagner, Strauss, Debussy bis Zimmermann, Penderecki, Liebermann und Berg erstreckt, umfasst 75 Hauptrollen. Neben den bereits genannten finden sich darunter auch Julius Cäsar, Agamemnon, Telramund, der Holländer, Amfortas, Mandryka, Jago, Macbeth, Scarpia, Danton (von Einem) unter der Regie von Wieland Wagner, Michael Hampe, Louis Erlo, Borislav Horowicz, Ken Russel, Jean Pierre Grenier, Jean-Pierre Ponnelle, Prof. Rudolf Sellner, Daniel Mesguisch, Jorge Lavelli, Albert André Lheureux, Philippe Sireuil, Gian Carlo del Monaco, Hans Peter Lehmann, Peter Brenner... und unter der musikalischen Leitung von Armin Jordan, Peter Schneider, Serge Baudo, Pierre Dervaux, Jean Fournet, Nello Santi, Anton Guadagno, Manuel Rosenthal, Bruno Maderna, Roberto Benzi, Marek Janowski, Robert Satanowski, Carlos Païta, Yuri Ahronovich, Jean-Claude Malgoire, Friedrich Pleyer...

Seine Konzerttätigkeit, unter anderem in Rom (Academia di Santa Cecilia), Venedig, Florenz, in Paris (Salle Pleyel und Radio France), Frankfurt (Alte Oper), Athen (Megaron, Moussikis), Antwerpen (Elizabethsaal), Lille (Grand Palais Arena), Bremen (Die Glocke), beim Festival von San Sebastian, von Montpellier,Schloss Neuschwannstein ( Holländer ) umfasst unter anderem den Messias und Samson (Manoah) von Händel, Die Schöpfung von Haydn, Christus in den Passionen von Bach sowie Christus in Golgotha von Frank Martin, die IX. von Beethoven, Herodes in L’Enfance du Christ von Berlioz, Kreon im Oedipus Rex von Stravinsky, Iwan der Schreckliche von Prokofjef, Ein Deutsches Requiem ( Brahms ), deutsche Lieder sowie französische und russische Melodien.

Seit einigen Jahren widmet er einen Großteil seiner Aktivitäten dem Unterricht. Er wurde in den Jahren 1995-2008 von der Königlichen Musikhochschule zu Lüttich zum Professor berufen und wird regelmäßig als Vocalcoach der Solisten ins Ausland eingeladen, insbesondere von der Nationaloper Estlands und der Helikon-Oper in Moskau, Magnitogorsk-Oper ( Russland ) sowie Stimmlicher Berater bei Idée Fixe ( Sommer Open-Air Festspiele (Belgien)